Heißer Genuss

So schmeckt der Herbst dreifach lecker!

Wir lieben den Herbst auch, weil zu dieser Jahreszeit heiße und deftige Hausmannskost Hochsaison hat. Kindheitserinnerungen werden wach und wir genießen liebend gerne das, was uns bei der Oma so unfassbar gut geschmeckt hat. Und das Tolle: Mit den passenden Rezepten können Sie diese schöne Zeit ganz einfach wieder aufleben lassen. Ob mit einer heißen Kürbissuppe, dem unwiderstehlichen Klassiker Kohlroulade, die in Süddeutschland übrigens Krautwickerl heißt, oder dem wunderbar norddeutschen Steckrübeneintopf. Wir wünschen schon jetzt einen guten Hunger!

AdobeStock_295869136

Kürbissuppe

Zutaten:

  • 1 Hokkaido-Kürbis

  • 5 Zwiebeln

  • 3 Knoblauchzehen

  • Ein 2 cm großes Stück Ingwer, geschält

  • 2 Karotten

  • 4 Kartoffeln

  • Salz, Pfeffer

  • Instant-Gemüsebrühe

  • Balsamico

  • Fetakäse nach Belieben

Zubereitung:
Kürbis entkernen, Karotten und Kartoffeln schälen und alles in Würfel schneiden. Zwiebeln würfeln, Ingwer und Knoblauch fein hacken und in einem Topf mit Öl anbraten, bis Röstaromen entstehen. Gemüse dazugeben und mit anrösten. Dann Wasser angießen, bis alle Zutaten bedeckt sind. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Auf mittlerer Hitze köcheln lassen, bis alles gar ist. Gemüsebrühe nach Geschmack hinzugeben. Die Suppe pürieren und mit Balsamico abschmecken. Nach Belieben mit Fetakäse verfeinern. Dazu passt frisch gebackenes Sauerteigbrot.

AdobeStock_138060819

Dithmarscher Kohlroulade

Zutaten:

  • 1 Weiß- oder Wirsingkohl

  • Salz, Pfeffer, Muskat, Kümmel

  • Senf

  • 1 Brötchen vom Vortag, in Würfel geschnitten

  • 200 ml Milch

  • 2 Zwiebeln

  • 500 g gemischtes Hackfleisch

  • 1-2 Eier

  • Kartoffeln

  • Butterschmalz

  • 100 g Räucherspeck, gewürfelt

  • 1/2 l Rinder- oder Gemüsefond

  • 1 guter Schuss Kochsahne

Zubereitung:
Den Strunk des Kohls herausschneiden. Den ganzen Kopf ca. 8 Minuten in leicht köchelndes Salzwasser geben. Die angekochten Blätter nach und nach vorsichtig abnehmen und abtropfen lassen. Das Brötchen in der Milch einweichen. Die Zwiebeln fein würfeln und die Hälfte davon beiseitestellen. Das Hack in eine große Schüssel geben, die Eier, Zwiebelwürfel und das ausgedrückte Brötchen beigeben. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Senf würzen. Die Fleischmasse gut vermengen. Pro Roulade 2 bis 3 Kohlblätter übereinander legen und auf das untere Drittel eine passend große Menge der Feischmasse geben. Die Seiten einschlagen, dann von unten nach oben zu einer Roulade rollen. Die Rouladen rundherum in Butterschmalz scharf anbraten. In einem Bräter die Speckwürfel auslassen, die restlichen Zwiebelwürfel beigeben und die Rouladen hineinlegen. Mit Kümmel bestreuen und mit Fond ablöschen und ca. 45 Minuten auf kleiner Flamme schmoren. Die Rouladen herausnehmen. Kochsahne angießen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Soße nach Belieben etwas andicken. Dazu passen Salzkartoffeln.

AdobeStock_331483444

Steckrübenmus-Eintopf

Zutaten:

  • 1 kleine Steckrübe (ca. 500 g)

  • 500 g festkochende Kartoffeln

  • 2 Zwiebeln

  • Butterschmalz

  • 4 Kochwürste

  • Gemüsebrühe

  • 1 TL gerebelter Majoran

  • ½ TL Paprikapulver edelsüß

  • Salz, Pfeffer

  • Senf

Zubereitung:
Die Steckrübe gründlich putzen und ebenso wie die Kartoffeln schälen. Beides gut waschen und in ca. 1,5 cm dicke Würfel schneiden. Die Zwiebeln fein würfeln und die Kochwürste in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Die Zwiebelwürfel in Butterschmalz in einem großen Topf glasig dünsten. Die Wurstscheiben zufügen und kurz anbraten und wieder herausnehmen. Beiseitestellen. Die Rüben- und Kartoffelwürfel beigeben und Gemüsebrühe angießen, bis alles gerade bedeckt ist. Kurz aufkochen lassen und mit geschlossenem Deckel bei schwacher Hitze köcheln lassen, bis das Gemüse gar, aber nicht verkocht ist. Für das Rübenmus die Steckrübe mit den Kartoffeln und den Gewürzen grob zerstampfen, aber noch stückig lassen. Die Wurstscheiben hinzufügen. Mit Majoran, Paprika, Salz und Pfeffer abschmecken und mit Senf servieren.

Feuer und Flamme! Herzhafter Genuss aus dem Ofen.

Wer liebt ihn nicht? Den klassischen Flammkuchen, der seinen Ursprung im Elsass hat und es auch bei uns zu einer festen Größe auf vielen Speisekarten geschafft hat. Ganz zu Recht, wie wir finden. Denn der leckere, knusprige und hauchdünn ausgerollte Boden braucht im Gegensatz zur Pizza keine Hefe und ist deshalb auch viel schneller zuzubereiten. Statt Tomaten als Topping haben sich die Erfinder für Crème fraîche entschieden, die mit Zwiebel und Speck eine Traumverbindung eingeht.

Aber Flammkuchen kann auch ganz anders! Zum Beispiel als herzhaft-süße Variante mit Käse, Birne, Walnuss und Honig oder ganz sweet zum Dessert mit Zimt-Apfel oder Nutella-Banane. Entdecken Sie unsere Flammkuchen-Ideen oder kreieren Sie etwas ganz Neues! Wir wünschen viel Spaß beim Genießen, Teilen und Probieren der verschiedenen Toppings zusammen mit Family & Friends.

chris-reyem-4XCKLQ5SmtU-unsplash

Flammkuchen Elsässer Art

Zutaten (für 2 Bleche):

Für den Teig:

  • 200 g Weizenmehl (Type 405)

  • 2 EL neutrales Pflanzenöl oder Olivenöl

  • 125 ml lauwarmes Wasser

  • 1 Prise Salz

Für den Belag:

  • 200 g Crème fraîche oder Schmand

  • 100 g bis 150 g Speckwürfel

  • 2 Zwiebeln (in dünne Ringe oder halbe Ringe geschnitten)

  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

  • Nach Belieben Schnittlauchröllchen zum Garnieren

Zubereitung:
Das Mehl mit Öl, Wasser und Salz zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abdecken und bei Zimmertemperatur ca. 20 bis 30 Minuten ruhen lassen. Den Backofen auf mind. 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech oder einen Pizzastein am besten direkt mitaufheizen. Crème fraîche oder Schmand mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat verrühren. Den Teig halbieren und auf einer bemehlten Arbeitsfläche hauchdünn ausrollen. Den Teig dünn mit der Crème-fraîche-Mischung bestreichen (dabei einen kleinen Rand frei lassen). Die Zwiebelringe und die Speckwürfel gleichmäßig darauf verteilen. Den Flammkuchen im heißen Ofen ca. 8 bis 12 Minuten backen, bis der Rand goldbraun und schön knusprig ist. Nach dem Backen mit etwas frischem Schnittlauch bestreuen.

pexels-nati-87264186-18888404

Flammkuchen mit Blauschimmelkäse und Birne

Zutaten (für 2 Bleche):

Für den Teig:

  • 200 g Weizenmehl (Type 405)

  • 2 EL neutrales Pflanzenöl oder Olivenöl

  • 125 ml lauwarmes Wasser

  • 1 Prise Salz

Für den Belag:

  • 200 g Crème fraîche oder Schmand

  • 1 rote Zwiebel, in dünnen Ringen

  • 2 Birnen, entkernt und in dünne Spalten geschnitten

  • 200 g Blauschimmelkäse (z. B. Saint Agur, Gorgonzola oder Roquefort) in Flöckchen oder Scheiben

  • 1 Handvoll Walnüsse, grob gehackt)

  • Honig zum Beträufeln

  • Frischer Thymian

Zubereitung:
Teig: siehe Flammkuchen Elsässer Art. Pizzastein am besten direkt mitaufheizen. Crème fraîche oder Schmand mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat verrühren. Den Teig halbieren und auf einer bemehlten Arbeitsfläche hauchdünn ausrollen. Den Teig dünn mit der Crème-fraîche-Mischung bestreichen (dabei einen kleinen Rand frei lassen). Die roten Zwiebelringe, die Birnenspalten und den Käse auf dem Teig verteilen. Den Flammkuchen im heißen Ofen ca. 10 bis 12 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen und der Rand goldbraun und schön knusprig ist. Nach dem Herausnehmen die grob gehackten Walnüsse und den Honig darübergeben. Nach Belieben mit Thymianblättchen verfeinern.

pexels-matreding-5483817

Flammkuchen mit Apfel

Zutaten (für 2 Bleche):

Für den Teig:

  • 200 g Weizenmehl (Type 405)

  • 2 EL neutrales Pflanzenöl oder Olivenöl

  • 125 ml lauwarmes Wasser

  • 1 Prise Salz

Für den Belag:

  • 200 g Crème fraîche oder Schmand

  • 2–3 säuerliche, feste Äpfel (z. B. Boskoop oder Braeburn)

  • 2–3 EL brauner Zucker

  • 1 TL Zimt

  • 1 TL Zitronensaft

  • 2–3 EL gehobelte Mandeln

Zubereitung:
Teig: siehe Flammkuchen Elsässer Art. Den Backofen auf mind. 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech oder einen Pizzastein am besten direkt mitaufheizen. Die Crème fraîche oder Schmand ohne Salz und Gewürze gleichmäßig auf dem Teig verstreichen. Die Äpfel waschen, entkernen, in sehr dünne Scheiben oder Spalten schneiden und sofort mit dem Zitronensaft beträufeln. Die Apfelscheiben auf der Crème fraîche verteilen. Zucker und Zimt vermischen und großzügig über die Äpfel streuen. Nach Wunsch noch gehobelte Mandeln darübergeben. Den Flammkuchen im Ofen auf mittlerer bis unterer Schiene ca. 10 bis 15 Minuten backen, bis der Rand schön knusprig und die Äpfel leicht gebräunt sind.

pexels-anthony-rahayel-125801377-34077097

Flammkuchen mit Banane und Nutella

Zutaten (für 2 Bleche):

Für den Teig:

  • 200 g Weizenmehl (Type 405)

  • 2 EL neutrales Pflanzenöl oder Olivenöl

  • 125 ml lauwarmes Wasser

  • 1 Prise Salz

Für den Belag:

  • ca. 200 g Nutella

  • 3 reife Bananen

  • ca. 200 g Crème fraîche oder Schmand für eine cremige Basis

  • Ahornsirup

  • Gehackte Nüsse, z. B. Pistazien

Zubereitung:
Teig: siehe Flammkuchen Elsässer Art. Den Backofen auf mind. 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech oder einen Pizzastein am besten direkt mitaufheizen. Crème fraîche oder Schmand ohne Salz und Gewürze, aber mit etwas Ahornsirup vermischen und auf dem Teig verstreichen. Nutella leicht erwärmen und auf dem Teig verstreichen. Die Bananen schälen, in dünne Scheiben schneiden und auf der Schokocreme verteilen. Nach Wunsch Pistazien darüberstreuen. Den Flammkuchen im Ofen für etwa 10 bis 12 Minuten knusprig backen. Kurz abkühlen lassen und am besten noch warm genießen.

Bitte was mit Quitte!

Nicht ganz so populär wie Äpfel oder Birnen, denen die Quitte optisch ähnelt, aber genauso aromatisch. Saison haben sie von September bis November und sind deshalb besonders in der Herbstküche eine gern gesehene Zutat.

Die Quitte auf einen Blick:

  • Geschmack: Gegart entwickeln sie ein fruchtiges, leicht süßliches Aroma. Roh sind Quitten meist sehr hart, herb und sauer. Nur bestimmte Sorten eignen sich dafür: z. B. Honigquitte, Rohköstler, Shirin.

  • Sorten: Man unterscheidet vor allem zwischen Apfelquitten (rundlich) und Birnenquitten (länglich). Birnenquitten sind häufig etwas milder.

  • Verwendung: Ideal für Quittengelee, Marmelade, Kompott, Chutneys, Saft und Likör. Sie passen auch zu herzhaften Gerichten mit Wild oder Käse.

  • Nährstoffe: Quitten liefern Ballaststoffe, darunter Pektin, sowie Vitamin C und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe.

  • Lagerung: Unbeschädigte Quitten lassen sich kühl und luftig mehrere Wochen lagern. Am besten getrennt von anderen Früchten, da sie ein intensives Aroma abgeben.

Quittengelee Classic

Zutaten:

  • ca. 1,5 kg Quitten

  • etwas Zitronensäure

  • Wasser

  • Gelierzucker entsprechend der gewonnenen Saftmenge (siehe Packungsangabe)

Zubereitung:

1. Quitten vorbereiten

Die Quitten gründlich unter fließendem Wasser waschen und den pelzigen Flaum dabei vollständig abreiben. Anschließend die Früchte vierteln. Werden beim Vierteln Kerne angeschnitten und das weiße Innere sichtbar, sollten diese Kerne entfernt werden. Sind die Kerne unversehrt geblieben, können sie an den Fruchtstücken bleiben.

2. Quitten weich kochen

Die Quittenviertel in einen großen Topf geben und etwas Zitronensäure hinzufügen. So viel Wasser angießen, dass die Früchte gerade eben bedeckt sind. Alles aufkochen und etwa 45–50 Minuten köcheln lassen, bis die Quitten weich sind.

3. Ruhen lassen

Den Herd ausschalten und die Quitten im geschlossenen Topf mindestens 2 Stunden ruhen lassen. Sie können auch länger stehen bleiben. Die Flüssigkeit durch ein Sieb abgießen und auffangen.

4. Saft über Nacht abtropfen lassen

Die gekochten Quittenstücke in ein sauberes Geschirrtuch oder Käsetuch geben und über einer Schüssel oder einem Topf über Nacht abtropfen lassen. Bei Bedarf können die Früchte leicht beschwert werden, damit der Saft besser abläuft.
Wichtig: Die Quitten nicht ausdrücken! Dadurch gelangen mehr Fruchtfleischpartikel und Schwebstoffe in den Saft. Das Gelee wird dadurch zwar nicht schlechter, kann aber trüber aussehen und sich im Mund etwas weniger fein anfühlen.

5. Saft abmessen und Gelee kochen

Am nächsten Tag den aufgefangenen Quittensaft abmessen. Die benötigte Menge Gelierzucker richtet sich nach dem Mischungsverhältnis auf der Packung, beispielsweise 1:1, 2:1 oder 3:1.
Saft und Gelierzucker in einen ausreichend großen Topf geben, unter Rühren aufkochen und entsprechend der Packungsanweisung sprudelnd kochen lassen. Dabei regelmäßig umrühren. Falls gewünscht, anschließend eine Gelierprobe machen.

6. Gläser vorbereiten und abfüllen

Die sauberen, hitzebeständigen Einmachgläser können im Backofen bei etwa 120 °C für 15 Minuten erhitzt werden. Die Deckel sollten separat nach Herstellerangabe gereinigt und vorbereitet werden. Das fertige Gelee direkt nach dem Kochen vorsichtig in die vorbereiteten Gläser füllen. Den Glasrand sauber halten, die Gläser sofort fest verschließen und abkühlen lassen.

Gut zu wissen: Dies ist die gelingsichere Variante. Quitten enthalten aber auch so viel Pektin, dass es am nächsten Tag durch langes Kochen und genug Säure sogar von selbst gelieren kann. Einfach mal ausprobieren: Wenn die Flüssigkeit nicht oder nicht genug geliert, kann immer noch mit Apfelpektin nachgeholfen werden, das es natürlich auch bei uns gibt. Und wenn es ganz schnell gehen muss, haben wir natürlich auch fertiges Quittengelee im Regal.

Ein Feinschmecker-Tipp von unseren Käse-Expertinnen.

Michaela Gadow und Birgit Neumann aus dem Itzehoer Markt empfehlen Quittengelee nicht nur auf dem Brötchen, sondern auch zu kräftigen Käsesorten: Sehr leckere Kombinationen sind z. B. mit kräftigem Bergkäse wie dem Vorarlberger Alpkäse oder einem Comté. Auch kräftige Bries wie der Reblochon schmecken mit etwas Quittengelee einfach unwiderstehlich gut! Probieren Sie es gerne einmal aus.

Herbst-Vibes